Deutsches Studienzentrum in Venedig

Christine Follmann

Christine Follmann

Der sogenannte Cuccina-Zyklus von Paolo Caliari, genannt Veronese (1528–1588) Postdoc

Kunstgeschichte

Die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist eines der wenigen Museen weltweit, das ein umfangreiches Konvolut an Gemälden von Paolo Veronese besitzt. Unter den Dresdner Gemälden sticht der sogenannte Cuccina-Zyklus aufgrund seiner herausragenden künstlerischen Qualität sowie seiner typengeschichtlichen und ikonographischen Besonderheiten hervor. Von Veronese um 1571 im Auftrag der venezianischen Kaufmannsfamilie Cuccina für ihren Palazzo in Venedig angefertigt, besteht die Serie aus vier großformatigen Ölgemälden (Gal-Nr. 224–227): Die Madonna mit der Familie Cuccina, Die Anbetung der Könige, Die Hochzeit zu Kana und Die Kreuztragung Christi. Nach einer umfassenden, knapp dreijährigen Restaurierung wird der Cuccina-Zyklus von März bis Juni 2018 wieder in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden zu sehen sein. Der Forschungsaufenthalt am Deutschen Studienzentrum in Venedig dient der Vorbereitung der Sonderausstellung, die von einem umfangreichen Katalog begleitet wird. Ziel ist es, den Cuccina-Zyklus am Ort seiner Entstehung und im Vergleich mit anderen Werken der venezianischen Hochrenaissance kunsthistorisch zu bearbeiten.

Von Mai 2017 bis Juli 2017

Die Familie Cuccina, Veronese und der „Cuccina-Zyklus“ (Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 224–227) Postdoc

Kunstgeschichte

Paolo Caliari, genannt Veronese, führte um 1571 für die venezianische Kaufmannsfamilie Cuccina  die vier großformatigen Gemälde „Die Anbetung der Könige“, „Die Hochzeit zu Kana“, „Die Kreuztragung“ und „Die Madonna der Familie Cuccina“ aus. 1746 wurden sie zusammen mit weiteren 96 Meisterwerken aus der berühmten Sammlung des Francesco III. d’Este für den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August III. erworben. Heute zählen sie zu den Hauptwerken der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden. In den Jahren 2013 bis 2017 wurde der Cuccina-Zyklus einer äußerst komplexen und forschungsintensiven Restaurierung unterzogen. Im Anschluss wurden die konservatorischen, maltechnischen, kunsthistorischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse im Rahmen der Sonderausstellung „Veronese: Der Cuccina-Zyklus. Das restaurierte Meisterwerk“ präsentiert (Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, 9.3.–3.6.2018). Wenngleich wichtige, neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten, stehen eine genaue Rekonstruktion des Auftrags und eine umfassende Bearbeitung des Cuccina-Zyklus nach wie vor aus. Der Forschungsaufenthalt am Deutschen Studienzentrum in Venedig dient in diesem Zusammenhang der Erschließung von grundlegendem Quellenmaterial.

Von September 2019 bis Dezember 2019